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Jugendfeuerwehr Lorsch - Ein starkes Team!
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KJF-Tag
Markus Riebel ist neuer Kreisjugendwart
Bergstraße/Lorsch. "Ich will die erfolgreiche Arbeit der Jugendfeuerwehren des Kreises Bergstraße fortsetzen", versprach Markus Riebel, der am Wochenende in geheimer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit zum neuen Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt wurde.
Riebel ist 34 Jahre alt, kommt aus Wald-Michelbach und ist seit seinem zehnten Lebensjahr bei der dortigen Feuerwehr aktiv. Bislang war er als Jugendfeuerwehrwart eines Löschbezirks aktiv. Jetzt löste Riebel den seit vier Jahren amtierenden Jugendwart Stephan Schmitt aus Birkenau ab, der sein Amt aus beruflichen Gründen vorzeitig beendete.
Floriansmedaille in Gold
Bei der Versammlung in Lorsch wurde Schmitt für seine Verdienste um die Jugendfeuerwehr mit der Hessischen Floriansmedaille in Gold ausgezeichnet. Von den Delegierten neu gewählt wurden außerdem der Birkenauer Jan Hofmann, der von Lothar Knecht das Amt des Bildungsfachwartes übernimmt, und Alexander Baltz, der nun als Fachwart für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Diese Funktion hatte bisher Sascha Brutscher inne.
Die Kreisehrung mit Medaille und Urkunde erhielten für ihre langjährigen Verdienste um die Jugendarbeit Martina Stracke, Eva-Maria Gutschalk, Manuel Rau und Jürgen Neubecker aus Lorsch.
Beeindruckender Lebenslauf
"Ein Mann, den man kennt, auf den man hört": So skizzierte Stephan Schmitt den Lorscher Hans Neubecker. Er sei auf allen Ebenen in vielen Funktionen für die Jugendfeuerwehr tätig gewesen und habe einen "Feuerwehrlebenslauf", der in Deutschland fast einmalig sein dürfte. Als besondere Auszeichnung erhielt Neubecker die Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber. Der Lorscher Jugendwart Dr. Andreas Adams und Stadtbrandinspektor Franz-Josef Schumacher bedankten sich bei den Geehrten mit einem Weinpräsent.
Neues Domizil
Umrahmt wurde die Delegiertenversammlung mit einem Ständchen des Spielmannszuges, der zur Totenehrung "Ich hatt' einen Kameraden" spielte. Der frühere Lorscher Stadtbrandinspektor und Stadtrat Friedel Emig begrüßte insgesamt 156 Delegierte im neuen Feuerwehrhaus der Klosterstadt und stellte das neue Domizil vor.
Landrat Matthias Wilkes bedankte sich bei der Jugendwehr und ihrem Vorstand, besonders aber bei Stephan Schmitt für die geleistete Arbeit. Nach der Gründung der Lorscher Jugendwehr habe sich im Laufe der Jahre eine rege Nachwuchsarbeit im Kreis Bergstraße entwickelt. Das neue Feuerwehrhaus sei ein Meilenstein für die künftige Arbeit der Wehr, sagte Wilkes und rief zur Teilnahme am Wettkampf um die drei besten Wehren auf.
Kreisbeigeordneter Gottlieb Ohl, der für die Gefahrenabwehr zuständig ist, lobte die große Zahl von über 1100 Jugendlichen in der Feuerwehr als beachtlich: "Die Jugendwehr hat mit ihrer Führung Ideen und Ideale entwickelt und erkannt, dass neue Zeiten auch vor der Feuerwehr nicht haltmachen", sagte er.
Bambini sichern Nachwuchs
Gemeistert werden müsse auch die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dennoch gebe es vor Ort oft keine andere funktionierende Jugendorganisation. Erfreulich sei, so Ohl weiter, dass die Feuerwehren jetzt schon mit einer Bambiniwehr aufwarteten, um so weiterhin den Nachwuchs zu sichern.
Der scheidende Kreisjugendwart Stephan Schmitt erläuterte in seinem Jahresbericht die geplanten Änderungen der Jugendordnung, die vom Delegiertentag der Feuerwehren als Satzung beschlossen werden muss. Wo der Kreisjugendfeuerwehrtag im kommenden Jahr stattfinden soll, konnte mangels Bewerber noch nicht festgelegt werden.
Landtagsabgeordneter Alexander Bauer zeigte gesetzliche Neuerungen auf, die die Arbeit der Wehr erleichtern sollen, und warb um Verständnis dafür, dass die Einführung des Digitalfunks aus technischen Gründen verschoben wurde. ml
Quelle: Bergsträßer Anzeiger vom 10.05.2010
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